Sexualtherapie

Ein glückliches älteres Paar liegt im Bett und lächelt.

Sexualität verändert sich im Laufe des Lebens. Lust kann nachlassen, Nähe sich anstrengend anfühlen oder der Körper anders reagieren als früher. Manche Menschen erleben Schmerzen, Unsicherheit oder innere Blockaden, andere spüren, dass Gedanken kreisen, während der Körper „abschaltet“. Häufig entsteht daraus Verunsicherung, Rückzug oder das Gefühl, mit diesen Themen allein zu sein.

Ich begleite ich Einzelpersonen und Paare bei sexuellen Schwierigkeiten und Fragen rund um Intimität, Lust und Körpererleben. Ziel ist es, Zusammenhänge zu verstehen, Druck zu reduzieren und einen stimmigen, achtsamen Umgang mit Sexualität zu entwickeln.

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Wann Sexualtherapie sinnvoll ist

Viele Menschen suchen Sexualtherapie, wenn sexuelle Themen über längere Zeit belasten oder sich festgefahren anfühlen. Häufig geht es um anhaltende Unzufriedenheit in der Sexualität, um unterschiedliche Bedürfnisse oder um das Gefühl, dass Nähe nicht mehr selbstverständlich möglich ist.

Auch körperliche Reaktionen können verunsichern – etwa Schmerzen beim Sex, ein nachlassendes oder fehlendes sexuelles Verlangen oder Schwierigkeiten mit Erregung, Orgasmus oder Erektion. Manche Menschen kommen, weil sie unsicher im Umgang mit den eigenen Wünschen oder Grenzen sind oder Sexualität zunehmend mit Scham, Angst oder Vermeidung verbunden ist.

In anderen Fällen stehen Verhaltensweisen im Vordergrund, die als belastend erlebt werden, zum Beispiel ein zwanghafter Umgang mit Sexualität oder mit Pornografiekonsum.

Sexualität kann sich außerdem im Laufe des Lebens verändern. Übergänge wie eine Geburt, hormonelle Veränderungen bspw. in oder nach der Menopause, Krankheit, medizinische Eingriffe oder das Älterwerden wirken sich oft auf Lust, Körperwahrnehmung und Nähe aus und können Fragen oder Verunsicherung auslösen.

Ein weiterer Anlass können belastende oder verletzende sexuelle Erfahrungen sein. In der Sexualtherapie kann es dann darum gehen, die Auswirkungen solcher Erlebnisse auf Körpererleben, Nähe und Intimität behutsam zu verstehen, einen stabilisierenden Umgang damit zu entwickeln und wieder mehr Sicherheit im eigenen Erleben zu finden. Die Arbeit erfolgt ressourcenorientiert und im Rahmen dessen, was sich für Sie im jeweiligen Moment stimmig und tragfähig anfühlt.

Mein Ansatz in der Sexualtherapie

In der Sexualtherapie geht es nicht um Leistung, Funktionieren oder das Erreichen bestimmter Ziele. Im Mittelpunkt steht ein differenziertes Verstehen: Wie wirken körperliche Prozesse, Gedanken, Emotionen, Beziehungserfahrungen und äußere Belastungen zusammen – und welche Faktoren tragen dazu bei, dass sich sexuelle Schwierigkeiten aufrechterhalten.

Ich arbeite mit einem klar strukturierten, zugleich flexiblen therapeutischen Vorgehen, das auf einer sorgfältigen diagnostischen Einordnung basiert. Zu Beginn nehmen wir uns Zeit, Ihre Situation systematisch zu erfassen, Zusammenhänge zu klären und relevante Einflussfaktoren zu berücksichtigen. Daraus entsteht eine fundierte Grundlage für die weitere Arbeit.

Meine therapeutische Begleitung orientiert sich an wissenschaftlich abgesicherten Erkenntnissen und bewährten Vorgehensweisen. Ich erkläre meine Einschätzungen transparent, unterstütze Sie beim Einordnen von Mustern und begleite Sie bei der Entwicklung sinnvoller nächster Schritte. Welche Schwerpunkte gesetzt werden und in welchem Tempo gearbeitet wird, bestimmen maßgeblich Sie.

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Eine ältere Frau sitzt nachdenklich auf einem Bett in einem hellen Raum mit weißen Wänden, einem offenen Fenster und einer Nachttischlampe.

Haltung und Arbeitsweise

In der Sexualtherapie ist mir wichtig, dass Sie sich mit allem zeigen dürfen, was Sie bewegt. Unterschiedliche, auch belastende oder ambivalente Gefühle sowie schwierige Themen haben hier Raum – getragen von Respekt und einem sicheren Rahmen.

Ich begegne Menschen und ihren Themen offen, wertfrei und traumasensibel. Unterschiedliche Lebensweisen, sexuelle Orientierungen, Identitäten, Wünsche oder Formen von Sexualität werden nicht bewertet oder eingeordnet, sondern in ihrem jeweiligen Zusammenhang verstanden. Tempo, Grenzen und Selbstbestimmung liegen jederzeit bei Ihnen.

Ich unterstütze Sie dabei, Worte für das zu finden, was oft schwer auszusprechen ist, und einen Zugang zu entwickeln, der nicht von Druck oder Normvorstellungen geprägt ist. Sie bestimmen, was Sie teilen möchten und in welchem Tempo. Die Arbeit erfolgt ressourcenorientiert und im Rahmen dessen, was sich für Sie im jeweiligen Moment tragfähig anfühlt.

Sexuelle Achtsamkeit und Sensate Focus als Teil meines Angebots

Ein zentraler Bestandteil meiner sexualtherapeutischen Arbeit ist die Sexuelle Achtsamkeit. Viele Menschen erleben, dass Gedanken dominieren, Erwartungen Druck erzeugen oder der eigene Körper nicht mehr gut erreichbar ist. Sexuelle Achtsamkeit eröffnet hier einen anderen Zugang: weg vom Müssen, hin zum bewussten Wahrnehmen und Spüren. Sie unterstützt dabei, wieder präsenter im eigenen Körper zu sein, Anspannung oder Schmerzen differenzierter wahrzunehmen, blockierende Überzeugungen zu lösen und Intimität ohne Leistungsdruck zu erleben. Die zugrunde liegenden Programme basieren auf den wissenschaftlich fundierten Arbeiten von Dr. Lori Brotto und können – je nach Anliegen – in Einzelsettings, Gruppenformaten oder als Online-Angebot genutzt werden.

In der Arbeit mit Paaren verbinde ich diesen Ansatz mit dem Sensate Focus, einem ursprünglich von Masters & Johnson entwickelten Verfahren, das in der modernen Sexualtherapie weitergeführt wurde. Ich orientiere mich dabei an dem klar strukturierten, schrittweisen Sensate-Focus-Programm nach Dr. Jordan Rullo. Im Mittelpunkt stehen Wahrnehmung, Berührung und Kontakt – ohne Zielorientierung, Leistungsanforderung oder Erwartung von Sexualität. Gerade in Phasen von Unsicherheit, Lustlosigkeit oder wenn Nähe behutsam neu aufgebaut werden soll, bietet dieser Ansatz einen sicheren und verlässlichen Rahmen. Sensate Focus hat sich nicht nur bei sexuellen Unsicherheiten bewährt, sondern auch bei der Arbeit mit Schmerzen oder körperlicher Anspannung – ebenso wie achtsamkeitsbasierte sexualtherapeutische Ansätze nach Lori Brotto.

Ziel meiner Arbeit

Ziel meiner Arbeit ist es, Menschen dabei zu unterstützen, einen stimmigen, selbstbestimmten Umgang mit ihrer Sexualität zu entwickeln. Sexualität darf sich verändern, pausieren, neu sortieren und wieder lebendig werden – ohne Druck und ohne normative Erwartungen.

Meine Arbeit ist geprägt von Klarheit, Struktur und einer wertschätzenden Haltung. Sie richtet sich an Menschen, die ihre Sexualität besser verstehen, entlasten oder neu gestalten möchten.

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Paartherapie FAQs

  • Sexualtherapie kann sinnvoll sein, wenn sexuelle Themen über längere Zeit belasten, sich festgefahren anfühlen oder Unsicherheit auslösen. Viele Menschen kommen, wenn Lust, Nähe oder Körpererleben nicht mehr stimmig sind oder sich Sexualität mit Druck, Angst oder Rückzug verbindet.

  • Sexualtherapie ist sowohl für Einzelpersonen als auch für Paare geeignet. Ob Sie allein kommen oder gemeinsam, hängt von Ihrem Anliegen ab und kann im Verlauf auch angepasst werden.

  • Ich arbeite strukturiert, wissenschaftlich fundiert und transparent. Die Arbeit beginnt mit einer sorgfältigen Einordnung Ihrer Situation und orientiert sich an bewährten therapeutischen Vorgehensweisen. Tempo und Schwerpunkte richten sich nach Ihren Zielen und dem, was für Sie tragfähig ist.

  • Ja. Zu Beginn der Sexualtherapie erfolgt eine sorgfältige diagnostische Einordnung Ihrer Situation. Dabei werden relevante körperliche, psychische, biografische und relationale Faktoren berücksichtigt, um Zusammenhänge verständlich zu machen und die weitere Arbeit fundiert auszurichten.

    Bei Bedarf beziehe ich kollegialen fachlichen Austausch mit psychotherapeutischen oder psychiatrischen Kolleginnen und Kollegen ein. Dies dient einer sorgfältigen Einschätzung und unterstützt ein verantwortungsvolles, gut abgestimmtes Vorgehen – selbstverständlich unter Wahrung der Vertraulichkeit.

  • Ja. Meine Arbeit ist traumasensibel ausgerichtet. Das bedeutet, dass Sicherheit, Selbstbestimmung und ein respektvoller Umgang im Vordergrund stehen. Tempo, Grenzen und Inhalte werden gemeinsam abgestimmt, nichts wird vorausgesetzt oder forciert.

  • Auch solche Themen haben in der Sexualtherapie Platz. Die Arbeit erfolgt behutsam, stabilisierend und in einem sicheren Rahmen. Sie entscheiden jederzeit, was Sie einbringen möchten und in welchem Tempo gearbeitet wird.

  • Ich arbeite körperbezogen im Sinne von Wahrnehmung, Achtsamkeit und Reflexion. Dabei kommen Übungen zum Einsatz, in denen Klient:innen sich selbst berühren oder – bei Paaren – einander, zum Beispiel im Rahmen von Sexueller Achtsamkeit oder Sensate Focus.

    Ich selbst trete dabei nicht in körperlichen Kontakt mit Klient:innen. Die Übungen finden nicht in der Praxis, sondern ausschließlich in der eigenen privaten Umgebung statt – allein oder als Paar. In den Sitzungen geht es um Anleitung, Einordnung und das gemeinsame Reflektieren der gemachten Erfahrungen.

    Wenn Sie sich einen integrativen Ansatz mit direkter körpertherapeutischer Arbeit wünschen, empfehle ich Ihnen auf Wunsch gerne qualifizierte Kolleginnen oder Kollegen aus meinem Netzwerk.

  • Sensate Focus ist ein strukturierter, körperbezogener Ansatz aus der Sexualtherapie, der ursprünglich von Masters und Johnson entwickelt wurde und bis heute fester Bestandteil evidenzbasierter sexualtherapeutischer Leitlinien ist.

    Im Mittelpunkt steht das achtsame Wahrnehmen von Berührung, ohne Leistungsdruck oder Zielvorgaben. Sensate Focus wird häufig eingesetzt bei Lustlosigkeit, sexueller Unsicherheit, nach belastenden Erfahrungen oder wenn Nähe wieder vorsichtig aufgebaut werden soll. Studien zeigen, dass der Ansatz helfen kann, Anspannung zu reduzieren, Körperwahrnehmung zu verbessern und Intimität wieder zugänglicher zu machen.

  • Sexuelle Achtsamkeit ist ein wissenschaftlich fundierter Ansatz, der Achtsamkeitsbasierte Verfahren auf Sexualität überträgt. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit vom Grübeln und Bewerten hin zum unmittelbaren Körpererleben zu lenken.

    Forschungsergebnisse zeigen, dass Sexuelle Achtsamkeit unter anderem bei Lustlosigkeit, Schmerzen beim Sex, sexuellen Funktionsstörungen sowie bei Stress- oder schambedingten Blockaden wirksam sein kann. Sie unterstützt dabei, Präsenz zu erhöhen, den Kontakt zum eigenen Körper zu stärken und Sexualität weniger leistungs- und druckorientiert zu erleben.

  • Die diagnostische Abklärung und die therapeutischen Gespräche finden in meiner Praxis statt. Dort geht es um Einordnung, Verstehen, Orientierung und die gemeinsame Planung des weiteren Vorgehens.

    Körperbezogene Übungen – zum Beispiel aus der Sexuellen Achtsamkeit oder dem Sensate Focus – finden nicht in der Praxis und nicht vor mir oder vor anderen statt. Diese Übungen werden ausschließlich in den eigenen vier Wänden durchgeführt, entweder allein oder als Paar.

    Die Gruppenangebote zur Sexuellen Achtsamkeit finden ausschließlich in Hamburg-Winterhude oder online statt. Auch dort geht es um Anleitung, Austausch und Reflexion – nicht um das gemeinsame Ausführen intimer Übungen.

  • Die Dauer ist individuell. Manche Menschen kommen für wenige Sitzungen zur Klärung, andere wünschen sich eine längere Begleitung. Nach einer gründlichen Diagnostik besprechen wir gemeinsam einen passenden Rahmen.

  • Sexualtherapie ist eine Selbstzahlerleistung. Informationen zu Preisen und Rahmenbedingungen finden Sie auf meiner Honorar-Seite oder im persönlichen Kontakt.

  • Gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht. Eine mögliche Kostenerstattung durch private Krankenversicherungen oder Zusatzversicherungen ist abhängig vom jeweiligen Vertrag. Hinweise dazu finden Sie ebenfalls auf der Seite Honorar.

  • Ja. Sexualtherapie ist offen für Menschen unabhängig von sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität oder Beziehungsmodell. Entscheidend sind Ihre Anliegen.

  • Dr. Gwen Elprana

    Ich bin Dr. Gwen Elprana, promovierte Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin (HeilprG) mit dem Schwerpunkt Paartherapie und Sexualtherapie. In meiner Arbeit verbinde ich wissenschaftlich fundierte Psychologie mit einer empathischen, klaren therapeutischen Haltung.

    Ich begleite Menschen dabei, Sexualität besser zu verstehen, einen stimmigen Umgang mit Lust, Nähe und Körpererleben zu entwickeln und belastende Muster nachhaltig zu verändern.

    Erfahren Sie mehr über meinem fachlichen und beruflichen Hintergrund.

Sie haben Fragen zur Sexualtherapie?

Kontaktieren Sie mich gerne bei Fragen zu meinen Angeboten über das Kontaktformular oder direkt per E-Mail an hello@elprana.com oder Telefon: 0151/55511319. Nachrichten werden zeitnah und mit Sorgfalt bearbeitet.

Alternativ können Sie hier einen 15-minütigen Telefontermin für ein erstes Kennenlernen und zur Klärung Ihrer Fragen buchen.

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